Megamarsch Mallorca Spezial 2026: 50 Kilometer Schweiß, Pinien und Ravioli

Megamarsch Mallorca Spezial 2026
Bildquelle: laufmichel

Team „Laufmichel“ beim Megamarsch Mallorca Spezial 2026: Hier ist unser Bericht!

Die Atmosphäre im Park am Carrer d’Anselm Turmeda war hochexplosiv. Hunderte Megamarscher, das Klackern der Stöcke und die kühle Morgenluft. Pünktlich um 7.30 Uhr zum Startschuss setzte sich die Masse in Bewegung. Während wir die ersten Kilometer abrissen, blieb die beeindruckende Silhouette von Alcúdia fest im Rücken – ein genialer Anblick, der direkt den richtigen Push für den Tag gab.

Kilometer 10 bis 25 – Die Prüfung an “La Victoria”

Nachdem wir uns am VPS 1 kurz gesammelt hatten, wurde es ernst. Die Strecke führte uns raus auf die Halbinsel “La Victoria”. Hier war Schluss mit gemütlichem Einrollen: Eine knackige Steigung von 8,8 % forderte die Waden heraus, bis wir endlich den VPS 2 erreichten. Oben hieß es: Tief durchatmen, Energie tanken und ganz wichtig – die geforderte VPS-Karte einsacken. Ohne das Teil läuft hier gar nichts!

Der Mind-Game-Moment: Abbiegen statt Abkürzen

Frisch gestärkt ging es wieder Richtung “Bonaire”, mit dem festen Ziel VPS 3 vor Augen. Wer dachte, es ginge jetzt auf direktem Weg zum nächsten Checkpoint, wurde auf halber Strecke eines Besseren belehrt.

Plötzlich, auf Höhe von “Punta de sa Guarda de Tacarix”, schickte uns die Streckenführung scharf nach links. Statt Asphalt gab es einen schmalen, technischen Pfad direkt hinein in die dichten Pinienwälder. Ein echter Gamechanger für den Rhythmus, aber landschaftlich absolut unschlagbar, während wir uns über die Trails zurück Richtung Bonaire kämpften.

VPS 3 & 4 – Ravioli-Power und die mentale Zone

Zurück in Alcúdia wartete am VPS 3 das kulinarische Highlight: Die legendären Ravioli. Egal ob warm oder kalt – nach dem Ritt durch die Wälder waren sie genau der Treibstoff, den wir brauchten. Mit vollen Speichern und einer bunten Auswahl an weiteren Leckereien im Bauch ging es auf das nächste große Teilstück zum VPS 4.

Doch ab der Hälfte der Strecke zum VPS 4 änderte sich das Spiel radikal. Die Sonne brannte jetzt doch ordentlicher, als das Februar-Datum vermuten ließ. Der Untergrund wechselte gnadenlos zwischen Asphalt und staubigen Pfaden – ein echter Härtetest für die Dämpfung und die Gelenke.

Ab Kilometer 35 fing das echte „Megamarsch-Gefühl“ an: Die Gespräche wurden kürzer, das Atmen schwerer. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. In den sozialen Medien sah man jetzt weniger lächelnde Selfies und mehr Bilder von brennenden Fußsohlen und Magnesium-Shots. Aber genau das ist es ja, warum wir hier sind: Der Kampf gegen den Punkt, an dem der Körper „Stopp“ sagt und der Kopf „Weiter“ brüllt.

Am VPS 4 angekommen, erwartete uns als Belohnung ein schattiges Plätzchen und eine perfekte Versorgung. Allerdings waren wir nicht die einzigen Gäste: Kleine Plagegeister – echte Stechmücken – waren dort kräftig aktiv und scheinbar genauso begeistert von den Wanderern wie wir vom Buffet.

Der moralische Stresstest: Endspurt am Wasser

Der eigentliche mentale Härtetest begann jedoch erst beim Verlassen von VPS 4. Der Weg zurück führte uns fast einmal komplett um den „Lago Esperanza“. Ein wunderschöner Anblick, aber wenn die Beine schwer sind, zieht sich jede Kurve. Von dort ging es zum Strand Iles Baleare, einem Naturstrand, der harmonisch in den Strandabschnitt Playa d’Alcúdia überging. Der weiche Sand und die Meeresbrise waren der letzte Vorbote für das Ziel in Alcúdia.

Kilometer 50 – Der Zieleinlauf: Endorphine statt Erschöpfung

Die letzte Etappe war reine Willensleistung. Wenn man das Zielbanner sieht und den Zielsprecher hört, ist der Schmerz der letzten 10 Kilometer plötzlich wie weggewischt. Insgesamt haben sich 2.130 Teilnehmer der Challenge gestellt – und der Siegeswille war gigantisch: Beeindruckende 2.039 Teilnehmer konnten diese Challenge erfolgreich abschließen.

  • Status: Ziel erreicht! (Egal ob in 10 oder 14 Stunden).
  • Belohnung: Medaille, Urkunde und der Stolz des Teams „Laufmichel“.

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