Wenn der Nebel noch über dem Küchensee hängt und die ersten Sonnenstrahlen des Vorfrühlings die Nasenspitze kitzeln, dann weiß man im Herzogtum Lauenburg: Es ist Nord-Marsch-Zeit! Am vergangenen Samstag (07.03.2026) wurde die beschauliche Inselstadt zum Epizentrum für alle, die das Wandern nicht nur als Hobby, sondern als pure Leidenschaft verstehen.
Der Start: Zwischen Vorfreude und klammen Fingern
Schon früh morgens herrschte am Startpunkt dieses besondere „Nord-Marsch-Flimmern“. Man kennt sich, man grüßt sich, man checkt noch einmal die Schnürung. Die Social-Media-Feeds füllten sich schnell mit den ersten Boomerangs von dampfenden Kaffeebechern und motivierten Gesichtern. „Ratzeburg, wir sind bereit für deine Seen!“, hieß es in einer viel geteilten Instagram-Story. Doch der Schein trügte: Die Strecke war zwar wunderschön, aber durch den feuchten Boden der letzten Tage auch eine echte Rutschpartie.
Einmal rund um die Insel – und viel weiter
Die Route rund um den Ratzeburger See und den Küchensee bot alles, was das Wanderherz begehrt:
- Natur pur: Moosige Waldwege, die nach Frühling duften, und Panoramablicke über das Wasser, die fast vergessen ließen, dass man erst die Hälfte der Kilometer geschafft hat.
- Die „Schlamm-Challenge“: Wer saubere Schuhe behalten wollte, hatte in Ratzeburg keine Chance. „Meine Stiefel wiegen gefühlt drei Kilo mehr“, lachte eine Teilnehmerin auf Facebook. Der weiche Waldboden forderte die Stabilität und sorgte für das klassische Brennen in den Waden.
- Historische Kulisse: Der Blick auf den Ratzeburger Dom gab vielen den nötigen Motivationsschub für das letzte Drittel der Strecke.
Das Geheimnis der VP-Magie
Fragt man die Teilnehmer nach ihrem Highlight, fällt immer wieder ein Wort: Verpflegung. Das Team rund um den Nord-Marsch hat wieder einmal bewiesen, dass Liebe durch den Magen geht. Von herzhaften Snacks über süße Kraftspender bis hin zu dem legendären Team-Spirit an den Stationen – die VPs waren die Oasen in der Wildnis. „Ohne den warmen Tee und das Lächeln der Helfer wäre ich bei Kilometer 30 wohl stehen geblieben“, liest man in den Kommentaren.
Das Ziel: Stolz in den Augen, Matsch an den Beinen
Als die Sonne langsam hinter den Seen unterging, füllte sich der Zielbereich mit den „Helden des Tages“. Erschöpft? Ja. Schmerzende Füße? Garantiert. Aber das Gefühl, die Inselrunde bei diesen Bedingungen bezwungen zu haben, ist unbezahlbar. Wer am 07. März gefinisht hat, trägt die Medaille nicht nur um den Hals, sondern den Stolz im Herzen.
Ratzeburg, du warst fantastisch – nass, fordernd und unglaublich herzlich!
Wie sehen eure Wanderschuhe nach dem Nord-Marsch aus – sind sie schon wieder sauber oder bleiben sie als „Ehren-Matsch“ im Regal? Postet eure Vorher-Nachher-Bilder in die Kommentare und lasst uns wissen, welcher See-Abschnitt euer Favorit war! 👇
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