Im Auge des Drachen – Lindwurm rund um Lindlar 2026

Bildquelle:
  • Lindlar_start_Midi_de_nrw_640: laufmichel

530 Hm

25.6 KM

04:23 Std. (all)

4,5 Sterne

Es gibt Tage, da weiß man schon am Start: Das wird ein Brett. Der Samstag (06.03.2026) des Lindwurm‑Events war genau so ein Tag – aber einer von der guten Sorte. Punkt 12 Uhr, 16 Grad, blauer Himmel, Sonne im Gesicht. Perfekte Bedingungen, um sich mit dem „Quälixfaktor“ anzulegen.

Warmstart mit Höhenmetern

Los ging’s auf der Bismarckstraße, rechts runter, über die Burgstraße zur Altenlinde – noch alles entspannt. Doch kaum bog der Weg ins freie Gelände ab, war Schluss mit Einrollen. Die ersten 5–6 % Steigung sorgten dafür, dass die Beine sofort wussten, was heute Sache ist.

Hinter Heibach die L284 überquert, raus aus dem Dorf, rein ins offene, hügelige Grün. Der Blick weit, die Luft klar – und der Puls direkt im Arbeitsmodus. In Schlüsselberg, nach gut 4,5 km, dann die erste richtige Ansage: scharf links, 8 % Steigung. Der Lindwurm zeigte früh die Zähne.

Bergisches Auf und Ab – der Klassiker

Der Untergrund wechselte ständig: Asphalt, Schotter, Wald, Wiese. Und genauso wechselten die Höhenmeter – rauf, runter, rauf, runter. Vorbei an Ommerborn, hoch zum Pferdskopf (303 m), weiter nach Kaufmannsommer, Frangenberg und Müllersommer. Nach rund 13,5 km erreichte ich Linde – und da war klar: Die Tour ist kein Spaziergang. Die Höhenmeter wollen verdient werden.

Durch Wälder, über Höhen, hinein ins Abenteuer

Von Linde führte der Weg nach Scheurenhof, weiter auf den Dörrenberg (247 m) und zum Hahnenzell (293 m). Die Sonne stand inzwischen hoch, die Beine wurden schwerer, aber die Landschaft machte alles wett.

In Scheller dann wieder ein scharfer Rechtsknick – der Lindwurm liebt diese Dinger – Richtung Unterheiligenhoven. Ein dichter Waldabschnitt brachte Ruhe, Schatten und die nächste Herausforderung: der Anstieg zum Steimel (266 m).

Finale mit 10 % Gefälle

Vom Steimel ging es steil bergab, rund 10 % Gefälle, direkt nach Oberheiligenhoven. Die Oberschenkel brannten, aber das Ziel war nah. Noch knapp 2 km bis Lindlar.

Der Schlussabschnitt führte quer durch den schönen Park an der Kölner Straße, über den Kastell‑Platz, die Königsberger‑ und Pollerstraße bis zur Fußgängerzone Hauptstraße/Eichenhofstraße. Dann zurück auf die Bismarckstraße – und da war es: das Ziel.

Fakten, die sich sehen lassen

  • Distanz 25,6 km
  • Höhenmeter 530 hm
  • Reine Laufzeit 4:23 h
  • Quälixfaktor Programm und Versprechen zugleich

Fazit

Der Lindwurm macht seinem Namen alle Ehre. Eine Tour, die fordert, aber mit jeder Steigung, jedem Ausblick und jedem Schritt durchs Bergische Land belohnt. Wer hier antritt, bekommt Natur, Höhenmeter und ein echtes Abenteuer – und geht am Ende mit einem breiten Grinsen über die Ziellinie.

Dieser Beitrag stammt im Original von „laufmichel“ und wurde redaktionell und mit digitaler Unterstützung verfeinert.

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