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Mammutmarsch Leipzig 2026 – Claus’ 20. Marsch
Es gibt Momente, die fühlen sich größer an als die Kilometer, die man läuft. Für Claus war Leipzig genau so ein Moment: sein 20. Mammutmarsch. Ein Jubiläum, das eigentlich nach Schulterklopfen, Stolz und einem breiten Grinsen schreit. Doch wie das Leben so spielt – manchmal mischt sich zwischen die schönen Dinge auch ein bisschen Sand im Getriebe.
🌤Ein Start wie aus dem Wanderbilderbuch
Fangen wir mit dem an, was Claus sofort ins Herz getroffen hat: Das Wetter. Trocken, mild, freundlich – ein Tag, an dem man die Jacke eher aus Pflichtgefühl als aus Notwendigkeit mitnimmt.
Und dann: die Volos. Diese Menschen, die mit einem Lächeln mehr Energie schenken als jeder Energieriegel. Lustig, herzlich, motivierend – genau die Sorte Begegnungen, die Mammutmärsche seit Jahren besonders machen. Claus’ Dank an sie kommt nicht nur aus Routine, sondern aus echter Wertschätzung.
🥴 Und dann wurde es eng – sehr eng
Doch irgendwann kippte die Stimmung ein wenig. Die Verpflegungspunkte waren so überlaufen, dass mancher Hotdog eher ein Mythos blieb als eine Mahlzeit. Besonders VP 2 wurde von vielen als „Katastrophe“ beschrieben – lange Schlangen, wenig Bewegung, viel Frust.
Dazu kam ein Problem, das viele Wanderer an diesem Tag beschäftigte: Gegenverkehr. Und zwar reichlich. Strecken, die sich kreuzten. Gruppen, die nebeneinander liefen. Situationen, in denen man eher Slalom als Wanderung betrieb. Für manche fühlte sich das nicht nach „Herde“, sondern eher nach „Horde“ an.
🗣️ Was die Community sagt
Claus’ Beitrag löste eine lebhafte Diskussion aus – und die Rückmeldungen zeigen ein klares Bild:
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Viele wünschen sich kleinere, ruhigere Events, weil Mammutmarsch inzwischen einfach sehr groß geworden ist.
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Auf der 42‑km‑Strecke fehlten auf den letzten 14 km sowohl Toiletten als auch Pausenmöglichkeiten.
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Die Streckenführung wirkte weniger abwechslungsreich als in früheren Jahren.
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Die Stimmung im Ziel dagegen: wie immer warm, herzlich, motivierend – ein kleiner Trost nach einem anstrengenden Tag.
Spannend: Einige Erststarter fanden die Organisation völlig in Ordnung. Ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich Erlebnisse sein können – je nachdem, mit welchem Rucksack an Erfahrungen man antritt.
🎯 Claus’ Fazit – ehrlich, fair und mit Blick nach vorn
Claus bleibt konstruktiv: Er liebt Mammutmarsch. Er ist seit Jahren dabei. Und er wird auch weiterhin einzelne Events laufen.
Aber: Die Größe des Formats bringt Herausforderungen mit sich. Und so wie viele andere denkt auch er darüber nach, künftig öfter auf kleinere Anbieter auszuweichen – ohne Mammutmarsch komplett den Rücken zu kehren.
Ein Fazit, das nicht bitter klingt, sondern nachdenklich. Und vielleicht ist genau das der Kern von 20 Mammutmärschen: Man weiß, was man liebt – und man weiß, was man sich wünscht.
Quelle: Claus Bönnhoff
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